Und was gibt’s als Nachtisch? Honig-Pudding! [Buchvorstellung]

Weihnachtszeit, Schlemmerzeit! Was kommt denn bei Euch an den Feiertagen auf den Tisch? Gänsebraten, Kartoffelsalat und Würstchen, Wild, Raclette, Fondue…? Aber egal, was es ist: Ein Dessert geht immer, oder? 😉 Und dafür habe ich eine leckere Idee.

Bei dem ein oder anderen mögen meine Fotos vielleicht Assoziationen zu Spiegelei hervorrufen. Bitte verzeiht mir; das liegt an meinem nicht vorhandenen Garnierungstalent. Das Gelbe ist Honig, kein Dotter 😀 . Ihr seht hier nämlich köstlichen Honig-Pudding. Der ist ganz schnell gekocht und so lecker, dass ich mich frage, warum ich bisher noch nie (!) Pudding gemacht habe.

Yeah, ich bin absoluter Kuchenfan <3 , aber ich sollte auch häufiger die Dessertkeule schwingen. Das Rezept stammt aus „What’s for Pudding„* von Eva Maria Lipp. Das Buch ist meine neue Pudding-Fundgrube.

Zutaten Honig-Pudding

für 4 Puddingförmchen

Mark von 1 Vanilleschote // 80 g Blütenhonig (flüssig) + etwas zum Drüberträufeln // 500 ml Milch // 25 g Stärke

Zubereitung Honig-Pudding

Die Vanilleschote der Länge nach mit einem scharfen Messer aufschneiden und das Mark herausschaben. Das Mark mit dem Honig zu 400 ml Milch in einen Topf geben, alles gut verrühren und auf dem Herd unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen zum Kochen bringen.

Die Stärke in die restliche Milch (100 ml) geben und glatt rühren. Wenn die Honigmilch auf dem Herd kocht, die Stärkemilch eingießen und unter fleißigem Rühren aufkochen lassen, bis der Pudding eine „mollige“ Konsistenz hat (das steht da so und ich habe mich in dieses kleine Wörtchen verliebt! 😀 ).

Den Pudding entweder in Gläser oder in (vorher mit kaltem Wasser ausgespülte) Puddingförmchen füllen. In Gläsern: Damit sich keine Haut bildet, zugedeckt abkühlen und fest werden lassen. Nach Geschmack mit Honig beträufeln und dann löffeln und genießen… In Förmchen: Abkühlen lassen, bis sich eine Haut gebildet hat, dann die Förmchen verschließen. Möglichst kalt stürzen. Nach Geschmack mit Honig beträufeln und dann löffeln und genießen…

Ganz einfach, oder? Und so lecker! Wirklich, ich verspreche es: Egal, wie viele Würstchen Ihr vorher verdrückt ab, diesen Pudding solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen! 🙂

Buchvorstellung „What’s for Pudding“

Ich hatte bisher keine hohe Pudding-Affinität, aber nach Lektüre dieses Buchs gelobe ich Besserung. Ich habe Pudding wohl unterschätzt 😉 . Eva Maria Lipp stellt durchgängig „richtige“ Puddingrezepte vor. Tütchen aufreißen, die Verwendung von Fertigpulver: Nee, das is‘ nicht! Die meisten Rezepte klingen einfach und mein Honig-Pudding ist auch einwandfrei gelungen (jaja, bis auf den Spiegelei-Effekt 🙂 ) und war dazu sehr leicht und schnell zubereitet. Super für mich als Pudding-Neuling.

Ihr findet die Klassiker wie Karamellpudding, Rotweinpudding, Nougat-Krokant-Pudding…, aber auch exotische und kreative Varianten mit Kokos, Lebkuchen, Kürbiskernen, Prosecco… Und jetzt kommt der Clou: Die Autorin räumt auch Pikantem viel Platz ein. In „What’s for Pudding“ gibt’s also nicht nur Desserts, sondern durchaus auch Vorspeisen. Ich mache Euch mal schnell den Mund wässrig: Bergkäse-Speck-Pudding, Erbsen-Pudding, Kresse-Schafskäse-Pudding, Karotten-Ingwer-Pudding… Da schlägt doch jedes Pudding-Liebhaber-Herz höher, oder? Vegetarier und Veganer kommen auch auf ihre Kosten. Manche Rezepte sind gluten- und laktosefrei.

Buchformat und Aufmachung sind edel, das Papier ist richtig schwer und seidig-glänzend. Für mich als Bücher-Liebhaberin, die wahnsinnig gern in solchen Werken blättert und sich inspirieren lässt, ist das ein wichtiger Aspekt. Die Fotografien der Puddings (Puddinge?) sind sehr ästhetisch und appetitanregend.

Die österreichische Sprache ist auch absolut liebreizend. Die „Übersetzungen“ stehen aber auch gleich dabei: Schlagobers ist Schlagsahne, Staubzucker ist Puderzucker, Hackfleisch ist Faschiertes… sehr charmant! 🙂 Eine klare Empfehlung für alle Pudding-Süßschnäbel und die, die es werden wollen – dieses Buch macht in allen Belangen Spaß!

Eva Maria Lipp, What’s for Pudding, 22 x 22 cm, Broschur mit Klappen, 96 Seiten, 17,90 €

*Das Buch „What’s for Pudding“ wurde mir vom Verlag „Edition Esspapier“ freundlichweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

20 Antworten

  1. … bei den Wörten: “mollige” Konsistenz … wäre ich am Liebsten jetzt sofort in die Küche gerannt….. JA ein Dessert geht immer … auch jetzt zum Frühstück 😀

    Es sind aber sehr sehr schöne Spiegeleier 😉 , wenn schon, denn schon

    Das Buch hört sich in der Tat sehr gut an.

    Dir Ju einen zauberhaften Tag und liebe Grüße … Katja

    • Liebe Katja,
      spätestens bei „mollige Konsistenz“ war es auch um mich geschehen! Und Pudding zum Frühstück… warum nicht… Honig ist ja auch seeeehr gesund! 🙂

  2. Boaaah, das Buch ist was für einen Puddingfan wie mich! Pudding ist mein Lieblingswort; schon immer. Apropos – der Karamellpudding, den ich neulich beim Crumble erwähnte, sah nicht halb so glatt und hübsch aus wie Dein Vorzeigeexemplar hier. Er wollte einfach nicht sauber aus der Form hüpfen.

    • … und dabei habe ich nur so olle Billigformen… irgendwann mal gekauft (Formen kann Schokohimmel nie genug haben 😎 ), obwohl ich bisher ja nie Pudding gemacht hatte.

      Und das Wort „Pudding“ habe ich nach diesem Post auch ganz besonders liebgewonnen. Ich war beim Schreiben schnell in der Phase: Wenn du ein Wort nur oft genug hörst/liest/aussprichst, wird es ganz seltsam. Aber „Pudding“ hat so oder so einen gewissen Wort-Charme 🙂 .

  3. Na, das klingt doch mal spannend, Ju! Sehr außergewöhnlich, wobei ich allerdings einschränkend sagen muss, dass mich Erbsen-Pudding und Bergkäse-Speck-Pudding nicht so wirklich anmachen 😉 . Da bin ich wohl eher altmodisch. Deinen Honig-Pudding dagegen würde ich gern einmal probieren.
    Ich wünsche dir eine schöne Woche, liebe Ju!
    Herzlichst Maren

    • Liebe Maren, den Honig-Pudding solltest du echt testen. Und ich werde berichten, sobald ich mal eine herzhafte Variante ausprobiert habe. „Pudding“ und „pikant“ habe ich bisher auch noch nie verbunden – aber ich finde die Rezept-Ideen echt spannend 🙂 .
      Dir auch eine schöne Woche!

  4. Mhhhhm, schickst du mir vielleicht auch noch ein bisschen Pudding rüber, wo dein erstes Päckchen mich schon so begeistert hat? 😉 Der Honig-Pudding sieht wirklich köstlich aus <3
    Ganz ganz liebe Grüße zu dir
    PS: Ein dickes Danke auch von Herrn Kochkarussell, Spekulatiuscreme ist so ungefähr das Beste, was er sich vorstellen kann 😉

    • Jaaaaaa, das hätte ich gern gemacht. Aber letztlich war mir die Angelegenheit zu wackelig und zu kältebedürftig, als dass ich ihn zu dir per Paket in den hohen Norden geschickt hätte 😉 .
      Vorschlag: Falls wir uns mal alle in großer Runde bei Sarah treffen, kochen wir gemeinsam Pudding – vielleicht Spekulatius-Pudding? 😀

  5. Gerade den Spiegelei-Look finde ich so wahnsinnig witzig! Klasse Idee!!!

    • Hehe, ich war schon froh, dass der Pudding überhaupt heil aus der Form gefluppt ist. Und dann dachte ich, ein wenig Honig drüberträufeln kann nicht schaden – und hatte plötzlich Spiegelei 😉 .

  6. Danke für diesen Tipp 🙂 mir lief beim Lesen schon das Wasser im Mund zusammen und werde es sicher mal ausprobieren.

  7. Hey Ju,
    das Buch kannte ich bisher noch nicht! Klingt aber durchaus empfehlenswert! Toller Beitrag, leckere Fotos! Liebste Grüße und einen schönen 3. Advent, Lixie <3

    • Danke liebe Lixie, das Buch ist wirklich empfehlenswert für Pudding-Liebhaber. Und ich, die vorher gar nicht viel mit Pudding zu tun hatte, bin jetzt auch ziemlich Pudding-begeistert 🙂 .

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