Kleiner Erdnussbutter-Gugelhupf und kleines Schoko-Glasur-Unglück

Eingetragen bei: Kuchen, Schokolade | 46

Ich stehe auf Erdnussbutter. Ziemlich sogar. Nicht auf dem Brötchen. Aber im Kuchen. Und in Pralinen. Und überhaupt. Deswegen landete dieser kleine Peanutbutter-Hupf mit ein paar kleinen Änderungen ganz schnell auf meiner „Muss-ich-backen“-Liste, als ich ihn bei feed me up… gesehen habe. Und? Es hat sich gelohnt!

Als ich liebe Gäste hier hatte, die sich den saftigen Apfel-Kuchen schmecken ließen, habe ich mir diesen optisch unscheinbaren, aber sehr geschmacksintensiven amerikanischen Traum gegönnt. Neeeein, nicht ganz allein. Die anderen Gäste durften auch mal probieren 😀 . Der Kuchen ist ganz schnell gemacht, nur die Schoko-Glasur hat mich vor ungeahnte Herausforderungen gestellt. Dazu später mehr…

Zutaten für eine kleine Gugelhupf-Form (ca. 1l)

Kuchen:

90 g weiche Butter + etwas für die Form // 155 g Zucker // gemahlene Vanille nach Geschmack // 70 g Erdnussbutter (meine: cremig) // 2 Eier // 165 g Mehl + etwas für die Form // 1 TL Backpulver // 80 g Buttermilch // optional: 10 g geröstete, gesalzene Erdnüsse (grob gehackt)

Guss:

60 g dunkle Schokolade // 40 ml Sahne [oder: fertige Kakaoglasur 😛 ]

Zubereitung

Den Backofen auf 175° Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine kleine Gugelhupfform mit weicher Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben, dann kommt der Kuchen nachher unfallfrei aus der Form.

Die weiche Butter mit Zucker, Vanille und Erdnussbutter in eine große Rührschüssel (oder die Schüssel der Küchenmaschine) geben. Das Ganze einige Minuten lang mit den Rührstäben zu einer dickcremigen Masse verrühren (oder der Maschine die Arbeit überlassen). Die beiden Eier nacheinander gründlich unterrühren.

Mehl und Backpulver in einer kleinen Schüssel vermischen und in die Buttermischung geben. Jetzt kommt nur noch die Buttermilch hinzu. Alles kurz und kräftig verrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Zum Schluss noch die gehackten Erdnusskerne unterheben.

Den Teig in die gefettete Gugelhupf-Form gießen und etwas glatt streichen. Den kleinen Kuchen im vorgeheizten Ofen im unteren Drittel etwa 45-50 Minuten backen. Macht einfach im Zweifelsfall eine Stäbchenprobe.

Danach nehmt Ihr Euren Hupf aus dem Ofen und lasst den Kuchen in der Form auf einem Kuchengitter etwa 30 Minuten auskühlen lassen. Anschließend lässt er sich prima aus der Form stürzen. Jetzt darf er noch vollständig auskühlen.

Nun könnt Ihr die Schokoguss machen. Hier die schöne Theorie: Die Schokolade in grobe Stücke brechen und zusammen mit der Sahne in einen kleinen Topf geben. Langsam bei niedriger Temperatur erwärmen, bis die Schokolade geschmolzen ist. Alles gründlich verrühren, bis eine geschmeidige Creme entstanden ist. Vom Herd nehmen und etwa 30 Minuten auskühlen lassen. Die Glasur über den abgekühlten Kuchen gießen und den kleinen Hupf servieren.

Hier die traurige Praxis im Schokohimmel 😀 : Erst sah es ziemlich lecker aus. Aber dann habe ich  einen Moment nicht aufgepasst, der Herd war wohl zu warm, und – zack – haben sich Sahne und Schokolade in ihre Einzelteile aufgetrennt und ich hatte so einen fiesen, öligen Klumpen… bäh.

Meine Frustrationstoleranz war in diesem Moment nicht sehr hoch, kann ich Euch verraten. Ich hatte a) keine Lust, das Milchkännchen sofort sauberzumachen und wollte b) nicht noch mehr leckere Schokolade verschwenden. Also bin ich schnell in den Keller geflitzt und habe dort noch eine fertige Kakaoglasur gefunden. Die hat ihren Zweck dann brav erfüllt 😉 .

Ach ja: Der Kuchen ist für Peanutbutter-Fans ein Träumchen. Saftig, kompakt und ein seeeeehr leckerer Erdnussgeschmack. Wenn man das und diese leicht salzige Note mag – herrlich! Ein unkomplizierter kleiner Kuchen. Ich könnte mir vorstellen, dass backstabile Schokotröpfchen im Teig auch ziemlich gut kämen – das müsstet Ihr mal ausprobieren! 🙂 Lasst es Euch schmecken!

Schieß' los! :-)