Happy Birthday! Ruck-zuck-3D-Rührkuchen für Nicht-Tortenkünstler [Produkttest und Buchrezension]

Torten? Ich? Seien wir ehrlich: Das würde schon an meinen nicht vorhandenen Dekorier-Künsten scheitern 😀 . Böden aufschneiden, Cremes aufschlagen, Fondant rollen… och nööööö. Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten – und das sind bei mir im Normalfall saftige Rührkuchen. Und jetzt: einfacher Kuchen in „Tortenform“ → die richtige Backform macht es möglich. Das ist doch mal was für mich.

Als ich in „Lust auf Backen„* von Bäckermeister und Konditor Hannes Weber ein Rezept für einen saftigen Blitz-Kastenkuchen entdeckte, stand mein Entschluss fest, mit diesem Teig einen ersten Test mit meiner kleinen 3D-Vollbackform** zu starten. Wenn es schief gegangen wäre, wäre es nicht sooooo schlimm gewesen, weil die Zutaten zugegebenermaßen nicht gerade extravagant sind. Ein Kuchen für Tage, an denen man einfach sehr schnell einen Kuchen braucht – oder eben Backform-Experimente durchführen will 😉 . Ihr könnt natürlich auch eine kleine Kastenform benutzen.

Zutaten für eine 20 cm-Kastenform (oder die 1 l-Vollbackform)

65 g Mehl // 65 g Speisestärke // 130 g Zucker // 140 g geschmacksneutrales Öl (ich: Sonnenblumenöl) // 3 Eier, Größe M // 1 TL (7 g) Backpulver // + optional Zitronen- und Orangenabrieb, gemahlene Vanille…

+ optional für die Deko: Puderzucker, Zitronensaft, Smarties…

Zubereitung

Der Teig ist blitzschnell zubereitet: Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Handmixer (Rührstäbe) oder in der Küchenmaschine auf kleiner Stufe ca. 10 Minuten lang glatt verrühren. Aufgrund der langen Rührzeit ist in diesem Fall eine Küchenmaschine praktisch 🙂 . Den Backofen auf 220° Ober- und Unterhitze (Empfehlung von Hannes Weber) vorheizen.

Die Form – egal, ob Kasten- oder Vollbackform – gut ausbuttern und bemehlen, dann löst sich der Kuchen hinterher kinderleicht aus der Form. Falls Ihr die 3D-Form benutzt, solltet Ihr den Kuchen auf einem Backblech backen (nicht auf dem Rost) und dieses mit Backpapier auslegen. Denn: Es ist schwierig, die Teigmenge genau zu bemessen und es kann durchaus sein, dass oben etwas rausblubbert (wie bei mir).

Die Ofentemperatur auf 180° reduzieren. Die zweiteilige Form zusammenstecken, den Teig in die Form füllen, glatt streichen und auf der untersten Einschubleiste (Kastenkuchen: Mitte) ca. 35-40 Minuten backen. Eine Stäbchenprobe hilft im Zweifelsfall weiter 😉 .

Nach ca. 15 Minuten im Ofen hat sich oben eine Haut gebildet. Wenn Ihr den Teig jetzt längs leicht einritzt, bildet sich hinterher beim Aufgehen eine schöne Spalte. Dieses Einritzen ist natürlich nur beim Kastenkuchen relevant, denn der 3D-Geburtstagskuchen wird ja „umgedreht“ gebacken.

Nach ca. 40 Minuten nehmt Ihr den Kuchen raus, lasst ihn einige Minuten ruhen/abkühlen und könnt den Kastenkuchen dann stürzen. Bei der Vollbackform müsst Ihr je nach Teigmenge noch für einen geraden Boden sorgen, damit der Kuchen sicher stehen kann. Nach dem Auskühlen könnt Ihr Euer Werk nach Belieben mit Puderzucker bestäuben oder einen Guss anrühren und Smarties, Gummibärchen oder sonst etwas drankleben. Und dann: jemanden damit überraschen! 🙂 Lasst es Euch schmecken!

Übrigens: Foodqueen Julia sucht gerade Rezepte zum Thema „Happy Birthday“ – das passt ja wie die Faust aufs Auge, ich bin mit meinem kleinen Kuchen gern dabei.


Buch-Rezension „Lust auf Backen“*

Lust auf Backen“ von Bäckermeister und Konditor Hannes Weber ist ein sehr hochwertiges, grundlegendes Buch zum Thema Backen. Alle Arten von Teig werden Bild für Bild und Schritt für Schritt präzise erklärt. Im Einzelnen: Mürbeteig (das ist ja etwas für mich 😀 ), Hefeteig, Rührteig, Biskuit, Strudel-, Brand- und Blätterteig sowie Brot und Brötchen. Zusätzlich findet Ihr ausführliche Profi-Tipps zu Back-Zutaten sowie -formen und -utensilien und natürlich ein Glossar zu allen Begriffen rund ums Bäcker-Handwerk.

Es sind auch einige moderne Rezepte enthalten, aber insgesamt ist „Lust auf Backen“ eher ein Standardwerk für die richtigen Klassiker. Backen braucht Zeit, Geduld und Muße, das ist die Botschaft. Eine richtige „Back-Bibel“ und ein tolles Nachschlagewerk für alle begeisterten Hobby-Bäcker. Die rund 90 Rezepte sind übersichtlich nach Schwierigkeitsgrad gekennzeichnet.

240 Seiten, Hardcover, 24,99 €, GU-Verlag

*Der GU-Verlag hat mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

Produkttest Happy Birthday-Vollbackform**

Der fertige Kuchen ist auf jeden Fall ein lustiger Gag. Achtung, er ist wirklich „mini“! Die Form selber ist leicht zu handhaben: Ihr müsst nur die beiden Hälften einfetten, bemehlen und zusammenstecken (siehe Fotos). Allerdings ist das vorgestanzte Muster beim fertigen Kuchen nicht soooo prägnant. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei einem dunklen Schokoteig noch weniger zur Geltung kommt als bei meiner Vanille-Variante. Hier müsst Ihr mit Deko (Zuckerguss usw. – und nein, nehmt mich hier nicht als Vorbild 😀 ) nacharbeiten, dann sieht die „Torte“ klasse aus. Außerdem besteht die Form eben aus zwei Hälften, und beim fertigen Kuchen sieht man dann entsprechend eine „Naht“. Hier müsst Ihr überstehenden Teig ggf. mit einem scharfen Messer abschaben.

Konkret bei diesem Rezept: Die Teigmenge war doch etwas zu viel für die kleine Form. Das hätte ich nicht gedacht, denn beim Einfüllen hatte ich noch Zweifel, ob ich überhaupt eine „3-stöckige“ Torte bekomme. Aber dann ist der Teig ganz schön hochgegangen. Ein bisschen ist auch auf das Backblech getropft. Nicht schlimm; ich habe den Überschuss nach dem Auskühlen einfach mit einem scharfen Küchenmesser abgetragen, so dass der Boden schön gerade und der kleine Kuchen standfest ist. Es gilt aber, dass man mit der Teigmenge und der Backzeit sicher experimentieren muss.

Vollbackform mit Antihaftbeschichtung, Motiv: Geburtstagstorte, Höhe 16 cm, Füllmenge ca. 1 000 ml, 17,95 €, RBV Birkmann

** Die Firma Birkmann hat mir die 3D-Backform zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

29 Antworten

  1. Cornelia Weitzel

    Liebe Judith,
    Ich hatte es ja schon mal geschrieben – ich habe den Kuchen als Geburtstagsgeschenk erhalten und mich riesig gefreut. Und geschmeckt hat er einfach wunderbar, ich spüre ihn noch auf der Zunge, auch wenn es schon ein paar Wochen her ist.
    Danke nochmal und viel Spaß und Erfolg mit allen weiteren Back-Unternehmungen!
    C.

    • Gern geschehen. Die Zutaten waren ja nicht wirklich außergewöhnlich. Um die lustige Form mal auszuprobieren, musste es ein unkomplizierter Teig sein 🙂

  2. Die Backform ist ja total cool. Mal was anderes als eine normale Kuchenform als Geburtstagskuchen 🙂

  3. Also in 3D habe ich ja noch nie gebacken , kannte solche Backformen gar nicht, aber ich glaub die muss ich mir echt mal zulegen:)

    • Ich habe vorher auch noch nie etwas von Vollbackformen gehört. Aber der Kuchen ist echt witzig geworden und das Prinzip hat super funktioniert. Gerade auch für Kinder ist das echt was 🙂

  4. Das ist ja eine coole Idee <3
    toll!
    Wundervolle Grüße
    Jasmin

  5. Also in 3D habe ich ja noch nie gebacken (und wusste eigentlich auch nicht, dass es passende Formen dafür gibt). Hihi, wieder was gelernt. Und das Buch schaut auch spannend aus!
    Liebe Grüße,
    Daniela

    • Man lernt nie aus, liebe Daniela – und vielleicht lerne ich ja auch irgendwann noch mal, „richtige“ Torten zu backen!? Man soll niemals nie sagen 😉 .

  6. oh …. die Torte sieht so niedlich aus ….

    Liebe Grüße Katja

  7. Liebste Ju, das ist ja eine Knallerbackform und ein super süßes Blitztörtchen. Auch wenn es manchmal auf dem Blog anders aussieht aber ich mag solche süßen Kuchen ganz besonders, denn ab und zu muss es einfach schnell gehen… UND so am Rand: Kinder sind die größten Kritiker und die hättest Du allesamt um den Finger gewickelt. 😉

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Danke, liebe Sarah!
      Ich könnte ja als „Kinder-Flüsterin“ jobben: Ein süßer Mini-Kuchen und gaaaaanz viele Smarties – und schon sind alle Kinder lieb und brav 😀

      Der Kuchen geht echt schnell und hat einfache Zutaten, aber bei der Backform wollte ich auch eben einfach mal gefahrlos herumprobieren. Hat funktioniert! Und zum Dekorieren des kleinen Kuchens lade ich das nächste Mal einfach dich und MaLu ein. Ihr sorgt dann für ein perfektes Finish! 🙂

  8. Hallo liebe Ju,
    habe Dich mit Deinem zuckersüßen Kuchen gerade bei der „fressraupe“entdeckt:-)
    Du hast einen sehr schönen Blog, hier gefällt es mir sehr gut!
    ganz liebe Grüße,
    Eva-Maria

    • Vielen lieben Dank, liebe Eva-Maria! Dann hol‘ dir eine Tasse Kaffee, mach’s dir gemütlich und schau dich ganz in Ruhe im Schokohimmel um 🙂 .
      Ich freue mich immer über liebe Gäste! 🙂 Schön, dass du da bist!

  9. Liebe Ju,
    die Kuchenform ist ja super klasse! Schön, dass Du sie hier gestestet hast! Dann sollte ich die wohl mit auf meine Wunschliste setzen. 😉
    Tolle Torte, tolles Rezept und interessante Buchrezension!
    Liebste Grüße, Lixie

  10. Dein Kuchen ist toll geworden, auch wenn die Schnörkel nicht ganz so ausgeprägt sind, wie gewünscht. Wie man sieht, kann man dekotechnisch prima mit Smarties & Co. nachhelfen.
    Ich besaß bisher nur eine einzige No-Name 3D-Backform, die leider undicht war. Beim Backen entleerte sich der ganze Teig auf den Boden des Ofens. Seitdem habe ich Bammel vor solchen Dingern. Gut wissen, dass die Backformen von Birkmann besser funktionieren.

    • Ja, bei mir ist unten zum Glück nichts herausgelaufen. Nur oben, aber da muss man einfach mit der Teigmenge experimentieren und die ganze Konstruktion auf ein Backblech stellen. Backofenputzen ist nämlich definitiv auch nicht meine Lieblingsbeschäftigung 😀 .

      Ich hatte im Vorhinein eher Bedenken, dass ich den Kuchen nicht vernünftig aus der Form gelöst bekomme und nur Kuchenkrümel habe – aber das hat echt super funktioniert!

  11. Hallo, liebe Ju!
    Da hast du mir doch gleich einen Gefallen getan, denn meine Tochter. Wünscht sich seit längerem diese Kuchenform und ich hatte, ehrlich gesagt Bedenken, ob sie wohl gut funktioniert. Jetzt weiß ich es 🙂 !
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Maren

    • Das 3D-Prinzip an sich funktioniert wunderbar, liebe Maren!
      Und wenn deine Tochter nach dir kommt, hat sie sicherlich viel Talent zum Verzieren und kann den Mini-Kuchen bestimmt ganz wunderbar mit Creme, Puderzucker, Smarties & verschönern 😀 .
      Liebe Grüße und genieß‘ den Sonntag!

  12. Das war ja auch ein wirklich schönes und leckeres Geburtstagsgeschenk!! 🙂
    Vielen Dank für die tolle Idee! LG

  13. OOOH, die Tortenform wäre auch was für mich:-) Da bin ich nämlich nicht wirklich begabt;-) Das sieht sooo lecker aus liebe Ju! Du machst immer tolle Sachen<3
    Viele liebe Grüße
    Sia

    • Danke, liebe Sia! Und wenn man den kleinen Kuchen mit richtig viel Sahnecreme einstreichen würde, sähe er garantiert wie eine echte kleine Torte aus 😀 – und es würde wirklich niemand merken, dass wir „geschummelt“ haben 😉 .

  14. Oha, Ju ganz ohne Schokolade? Aber dafür ist das Grundprinzip deiner witzigen dreistöckigen Torte ganz nach meinem Geschmack 🙂 Die Herstellung perfekt dekorierter Tortenkunstwerke gehört nämlich auch nicht zu meinen Stärken. Ehrlich gesagt, habe ich’s auch noch nie probiert – allein der Gedanke an die stundenlange Fummelei ist mir ein Graus 😉

    Mal eine technische Frage am Rande: Schreibst du die Verlage wegen der Rezensionsexemplare an oder landen die einfach so Schokohimmel?

    Liebe Grüße
    Jana

    • Liebe Jana,

      ist in Smarties nicht irgendetwas Schokoladen-Ähnliches drin? 😛 😀 Aber du hast völlig Recht, ich hätte mehr Schokolade verbacken sollen. Oder damit verzieren. Kommt auch wieder – versprochen.

      Und was das ganze Thema „Dekorieren & Fingerspitzengefühl mit Spritzbeutel-Fummelei“ angeht – da sind wir Verwandte im Geiste. Wirklich: Alle, die das können, können sich meiner Bewunderung sicher sein. Ich mach es entweder gar nicht – oder es sieht nach Kindergarten aus 😀 😀 Egal, wir haben andere Talente 😉 .

      Liebe Grüße
      Ju

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