Hiiiitze! Da hilft nur Schoko-Ice Ice Baby (mit Tonkabohne und Rotweinsalz)

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Ganz Deutschland liegt unter einer Hitzeglocke. Ganz Deutschland? Ja, auch in Düsseldorf wird geschwitzt. Eine gewisse Trägheit hat sich breitgemacht. Aber Abhilfe naht: Dieses cremige, intensive Schokoeis wird Eure Lebensgeister wieder in Schwung bringen. Falls das überhaupt gewünscht ist. Falls nicht, könnt Ihr nach der Eis-Schleckerei auch einfach weiter im Schatten dösen 😎 .

Ich habe das Rezept schon vor längerer Zeit bei „Der Klang von Zuckerwatte“ entdeckt und nun endlich ausprobiert. Hätte ich geahnt, wie wahnsinnig köstlich das Eis ist, hätte ich das schon viel früher und jede Woche wieder getan. Schokofans, Ihr werdet es lieben. Toll: Es ist ganz simpel in der Herstellung. Noch toller: Eine Eismaschine braucht Ihr auch nicht. Ich hoffe, Ihr habt Spaß an den Fotos. Die sind voll aus dem Leben und sehr realistisch – Ihr  dürft dem Eis beim Antauen und Ausgelöffeltwerden zugucken 😀 .

Zutaten für 2 gute Portionen Eis

75 g dunkle Schokolade mit mindestens 70 % Kakaoanteil (meine: 73 %) // 50 ml Milch // 125 ml Sahne // ½ Tonkabohne // 1 Ei // 40 g Zucker (je nach Geschmack 1-2 EL davon durch Vanillezucker ersetzen oder gemahlene Vanille hinzufügen) // 2-3 Prisen Meersalz (ich habe selbstgemachtes Rotweinsalz benutzt)

Zubereitung

Die dunkle Schokolade in grobe Stücke brechen und gemeinsam mit der Milch und der Sahne in einen Topf geben. Alles bei niedriger Temperatur auf dem Herd vorsichtig erwärmen, bis die Schokolade komplett geschmolzen ist. Die Tonkabohne mit einer Reibe fein reiben und mit einer Prise Salz (nach Gefühl) und dem Zucker zur Schoko-Milch-Sahne-Mischung geben. Dabei immer fleißig umrühren!

Erhitzt alles zusammen, bis die Mischung dampft, aber noch nicht kocht. Dann den Topf vom Herd ziehen. 

Das Ei kurz mit einem Schneebesen oder einer Gabel schaumig aufschlagen und dann zur Mischung in den Topf geben. Dabei die ganze Zeit gründlich rühren. Die Masse dickt nun leicht ein und wird cremig.

So, das war’s schon! Lasst einfach alles bei Zimmertemperatur ein bisschen abkühlen. Ich habe den Schoko-Traum hierfür schon mal in die Porzellan-Förmchen abgefüllt, in denen ich das Eis später auch servieren wollte. Natürlich passt es aber auch in jede andere gefriergeeignete Dose.

Die abgekühlte schokoladige Eismasse deckt Ihr jetzt noch mit einem Deckel ab (oder, wenn Ihr wie ich direkt Förmchen benutzt, mit Frischhaltefolie) und stellt sie in die Tiefkühltruhe. Am besten bleibt sie dort über Nacht.

Und schwupps, könnt Ihr Euch am nächsten Tag einem dekadenten Eis-Genuss hingeben. Ich habe noch geschmolzene, dunkle Schokolade erwärmt und über das Eis geträufelt und es noch mit ein, zwei Rotweinsalz-Kristallen geschmückt. Das ist aber alles Geschmackssache. Übrigens habe ich das Salz nicht so richtig rausgeschmeckt, da bin ich dann beim nächsten Mal mutiger mit der Dosierung.

Das Eis ist jedenfalls mein wahrgewordener Schokohimmel-Sommer-Genuss: Intensiv schokoladig und mit einem tollen Tonkabohnen-Geschmack – so ein bisschen marzipanig, bittermandelig… Köstlich und herrlich aromatisch! Und ja, cremig ist es auch! Keine blöden Eis-Kristalle, und das ganz ohne Eismaschine! 😀

Ich bin begeistert von dem Geschmack und freue mich jetzt schon drauf, auch Tonkabohnen-Kuchen zu backen 🙂 . Wer hat Rezepte? Immer her damit, ich freue mich über Tipps und Links zu Tonkabohnen-Leckereien aller Art!

Noch mehr Eis von mir gibt’s hier. Lasst es Euch schmecken und genießt den herrlichen Sommer-Tag!

Das Schoko-Tonkabohnen-Eis reiche ich außerdem noch bei Maras Blog-Event „Ice Cream Baby, NOW!!!“ ein. Sie sucht noch bis zum 22. Juli tolle Eis-Ideen. Ehrensache, dass ich mit einem Schoko-Beitrag dabei bin.

22 Antworten

  1. Das liest sich herrlich und lässt sich noch besser anschauen. Wandert auf jeden Fall auf meine Eis-Nachmach-Liste. Schokolase, Salz und Tonkabohne, mmmh…

    Liebe Grüße, Lena

  2. Was für eine Kreation! Klingt einfach super! Ich werde Tonkabohnen jedenfalls ausprobieren! Eine andere Version aus Weißschokolade würde ich gerne zubereiten, mit Meersalz und Vanillepulver ;)!

  3. Mmmm, klingt toll! Und klappt ja wohl auch ohne Eismaschine 😉
    Lieben Gruß
    Reni

  4. hmmmm vielleicht sollte ich der Tonkabohne doch noch mal eine Chance geben… Bei meinem letzten Versuch mit Buttercreme war ich irgendwie nicht so begeistert… Aber vielleicht schmeckt mir das Mandelige pur einfach nicht so, zu Schoki kann ich es mir wiederum aber sehr gut vorstellen. Schoki ist schließlich immer ein Traum-Partner ^^

    Liebe Grüße,
    Caudia

    • Liebe Claudia, also ich fand die Kombination mit der Schokolade einfach klasse! Tonkabohne hat ja wirklich etwas marzipanartiges vom Geschmack her. Jetzt schau ich auch mal nach Kuchenrezepten oder ähnlichem (von mir aus auch ohne Schokolade 😉 ), in denen ebenfalls Tonkabohne eine Rolle spielt. Ich bin jedenfalls auf den Geschmack gekommen!

  5. Da isses ja, das Tonkabohnen-Eis! Meine Kragenweite wäre es auf jeden Fall. Mein Mitbewohner allerdings steht so überhaupt nicht auf dunkle Schokolade (ich weiss, das gehört eigentlich mal vom Onkel Doktor untersucht). Ich glaube, das probiere ich mal zum Wochenende hin in einer helleren Variante und mit einem Teil Nougat aus.

    • Pffft, ich würde deinen „Mitbewohner“ kurieren! 😉 Ich selber bin immer ganz traurig darüber, dass es in Deutschlands Eisdielen noch viiiiel zu selten dunkles Schokoladeneis zu kaufen gibt. Die Italiener wissen es besser: Gelato al cioccolato fondente, ich würde dafür so einiges tun!!

      Das heißt aber natürlich nicht, dass ich deine hellere Variante nicht auch essen würde. Motto: „Ist das mit Schokolade? Dann mag ich es!“ Und Nougat würde ich auch niemals verschmähen! 😀

  6. Mhhhhhhhhhh – da könnte ich mich ja glatt bei diesen Temperaturen direkt ins Töpfchen hinein setzten. Sehr lecker schaut das aus. Ideal zum Abkühlen. Liebe Grüße eine tolle und sonnige Woche wünscht Lixie

  7. Hehe wie süß. Ach, Ju, danke für diesen Schmunzler am Abend. Ich habe heute in der Tat etwas träge im Gras gelegen. Da hätte Dein Eis den Sonntag noch passend abgerundet … aber auch wir hatten heute Eis, ich glaub das wäre auch was für Dich. 😀
    Dein Eis wird alleine schon wegen der köstlichen Bilder (nach dem Umzug) nachgemacht … bericht folgt. 🙂
    Allerliebste Grüße
    Sarah

    • Liebe Sarah,
      dann bin ich ja mal auf dein Eis sehr gespannt! Und ich freu mich, wenn du das Schoko-Tonkabohnen-Eis mal ausprobierst. Im Moment will man sich ja echt von nichts anderem mehr ernähren (wobei: Gestern gab es bei mir einen Schoko-Cheesecake, leicht gekühlt aus dem Kühlschrank – das war auch nicht schlecht! 😀 ).

  8. Oh, das klingt traumhaft! Genau das bräuchte ich jetzt!
    Liebe Grüße aus dem heißen Norddeutschland, Becky

  9. Ein Traum, immer alles probieren zu dürfen… =)
    Es kommt zwar nicht ganz ans Matcha-Parfait heran, war aber trotzdem sehr lecker!!!

    • Danke!! Ja, das Matcha-Parfait war vielleicht etwas mehr nach deinem Geschmack – aber das Schöne ist ja, immer viel herumzuprobieren und die unterschiedlichsten Dinge und Geschmacksrichtungen zu testen. Schokolade ist natürlich eine unverzichtbare Konstante 🙂 . Aber hey, ohne dich hätte ich wohl auch kaum das Weißbier-Eis gemacht…

  10. Schokolade UND Tonkabohne UND Meersalz!!! Schade, dass ich gerade meine Buttermilcheis-Masse fertig gemacht habe. Aber das nächste Eis wird deins, ganz sicher 😉

    Liebe Grüße
    Jana

    • Liebe Jana,
      ich freu‘ mich sehr, wenn ich dich auf Ideen bringen kann 🙂 . „Schoko & Salz“ ist ja eh eine Knaller-Kombi, finde ich – und Tonkabohne war für mich neu und wird definitiv ins Standard-Repertoire aufgenommen, das ist ja mal ein superleckerer Geschmack!

      Buttermilcheis klingt auch unheimlich verlockend… leicht säuerlich? Ich wäre dabei! 🙂
      Liebe Grüße!

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