Kein Malheur ist schöner als ein Schoko-Malheur: warmes Schokoküchlein mit flüssigem Nougat-Kern [Buchvorstellung]

Frohes Neues! Alle Leser mit guten Vorsätzen können jetzt gern auf meine Seite mit Vollkorn-Brot wechseln. Alle anderen sollten lieber hierbleiben: Schokolade und Nougat gehen im heutigen Blog-Post eine heiße Affäre ein – eine Verbindung, die ich sehr gutheiße 😎 . Es gibt ein warmes Schoko-Malheur. Das ist ein Mini-Kuchen mit flüssigem Kern und für mich der Inbegriff des perfekten Desserts. Jetzt habe ich mich selber an die Zubereitung getraut und bin schwer begeistert. Das Schoko-Malheur war Teil 1 des Weihnachtsdesserts 2014 im Schokohimmel-Haushalt. Teil 2 folgt schon bald und war übrigens ohne Schokolade 😉 .

Zutaten Schoko-Malheur mit Nougat-Kern

für 2 Portionen

1 Ei // 25 g brauner Zucker // ½ EL Mehl // ½ EL Speisestärke // 70 g dunkle Schokolade mit mind. 70% Kakaoanteil // 55 g Butter // 1 ½ EL Sahne // 2 Stücke Nougat

Zubereitung Schoko-Malheur mit Nougat-Kern

Den Backofen auf 200° vorheizen. Zwei Dessertringe mit Backpapier auskleiden (oder mit Butter einfetten und bemehlen) und dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Ei und Zucker mischen und zu einer schaumigen Masse aufschlagen. Bei der kleinen Menge habe ich das mit einem kleinen Schneebesen per Hand gemacht. Mehl und Speisestärke unterrühren.

Schokolade, Butter und Sahne im Wasserbad oder in der Mikrowelle gemeinsam schmelzen. Dann diese Schoko-Masse zum Ei-Zucker-Mehl-Mix geben und so lange rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Die vorbereiteten Dessertringe jeweils zur Hälfte mit dem Teig befüllen, je ein Nougat-Stück in die Mitte setzen und den Rest des Teiges gleichmäßig darauf verteilen. Das Blech in den Ofen schieben und (laut Rezeptangabe) 6-7 Minuten backen. Aus der Form nehmen und noch warm servieren.

Genug der technischen Zubereitung, kommen wir zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben: Es war SO gut! Im Schokohimmel herrschte völlige Begeisterung. Der Schokoteig außen ist feucht-saftig – und wie köstlich ein flüssiger Kern aus Nougat schmeckt, muss ich Euch wohl kaum erklären… Aaaaahhhh!! Das hat schon was, wenn die Kuchengabel durch den warmen Teig auf den hervorquellenden Nougat trifft. Ihr müsst es einfach selber ausprobieren, Worte können den Geschmack leider nicht genau wiedergeben. Jedenfalls: Das war großes Kino. Ganz großes Kino! „Malheur“ heißt sinngemäß ja Missgeschick; wahrscheinlich, weil der Teig nicht ganz durchgebacken ist. Ich meine: Als Kuchen gibt’s keinen wohlschmeckenderen „Unfall“!

Nur die Backzeit war bei mir doppelt so lang wie angegeben: Statt 6-7 Minuten waren meine Mini-Kuchen locker 13 Minuten im Ofen – und sie waren genau richtig. Vielleicht habe ich nicht früh genug vorgeheizt. Aber hätte ich sie früher rausgenommen, hätte ich nach dem Abnehmen der Dessertringe eine einzige Schoko-Suppe auf dem Teller gehabt. Glaubt mir, das hatte ich Weihnachten 2013 😉 . Ihr müsst den Kuchen also einfach beobachten. Irgendwann seht Ihr, dass die Oberfläche etwas fester wird.

Ihr merkt es schon: Das ist ein Dessert für die Figur. Für die runde Figur, versteht sich 😀 . Zorra sucht für ihr Blog-Event Rezepte für die Figur. Ob für die runde oder schlanke Figur – egal. Da bin ich mit diesem Dessert-Bömbchen gern dabei! Bis zum 15. Januar könnt Ihr noch mitmachen.


Buchvorstellung „Zum Dahinschmelzen“ *

Das Rezept für das Malheur habe ich aus „Zum Dahinschmelzen – Kleine Kuchen mit flüssigem Kern“ von Paul Simon. Wie der Titel schon sagt, findet Ihr darin einige Küchlein-Dessert-Träume mit tollen Füllungen. Viele der Rezepte basieren auf dem Bitterschoko-Grundrezept. Auch Liebhaber von Vollmilch- und weißer Schokolade kommen auf ihre Kosten. Hinzu kommen noch Spezialitäten wie Pistazienküchlein, Maronen- und Mandelküchlein, Kokos-Küchlein, Birnen-Muffins… natürlich jeweils mit passenden flüssigen Kernen. Die Zubereitungstexte sind gut verständlich geschrieben, die Grundrezepte sind schnell umzusetzen.

Darüber hinaus findet Ihr noch einige Alternativ-Vorschläge für die flüssigen Füllungen. Gut im Voraus können z.B. Ganache-Füllungen zubereitet werden, die in Silikonförmchen prima gelingen. Mein Tipp: Ein Karamell-Kern ist auch klasse! Außerdem gibt der Autor Tipps für die Zubereitung von Füllungen mit Fruchtkonfekt. Und wer für die Küchlein noch eine nette Begleitung braucht: Paul Simon liefert auch kurze Anleitungen für Schlagsahnecremes mit verschiedenen Geschmacksrichtungen und Fruchtpürees.

Also, wenn Ihr auf warme Küchlein zum Dessert steht oder jemanden mit einem tollen Nachtisch beeindrucken wollt, macht Ihr mit diesem Buch alles richtig. Ich hab’s jetzt jedenfalls gerade neben mir liegen, sehe die schönen Fotos und habe schon wieder gut Appetit… zum Beispiel auf ein Malheur mit Kaffeefüllung… oder auf ein weißes Schokoküchlein mit Maronencreme. Hach.

Paul Simon, Zum Dahinschmelzen – Kleine Kuchen mit flüssigem Kern, gebundene Ausgabe, 64 Seiten, Verlag: Thorbecke, Preis: 12,99 €

*Der Thorbecke-Verlag hat mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

22 Antworten

  1. Dieses Rezept ist einfach der HAMMER! Wir haben gestern das erste Mal einen Schokokuchen mit flüssigem Kern selbst gemacht (sonst haben wir immer eins gekauft…). Hatten ein bisschen Angst, dass es zu flüssig oder zu fest sein könnte, aber es war tatsächlich einfach PERFEKT. Klingt ein bisschen übertrieben 😉 Aber es war tatsächlich so 🙂 es schmeckt himmlisch!!

    Ach ja, wir hatten die Küchlein ca. 10 Minuten drin. Am besten erkennt man, ob sie fertig sind, an der „Haut“ die oben irgendwann entsteht (wie im Rezept beschrieben).

    Danke für das tolle Rezept!!!!

    (habe mit Absicht in keinem Satz über die gefühlten 10000 Kalorien gesprochen, weil das hier einfach nur Nebensache sein sollte 😉 )

    • 🙂 🙂 🙂 Danke, danke, danke für deinen lieben Kommentar! Ich freue mich sehr, dass es euch so gut gelungen ist & geschmeckt hat. So soll es sein! Und Kalorien, hey… so lange es mit Liebe gemacht ist, ist es gut!
      Ganz liebe Grüße, Ju

  2. Mhhh, das sieht wirklich lecker aus 🙂 Gute Vorsätze adeeeeee 😉

    • Schokohimmel

      Danke!
      Du hast gute Vorsätze? Dieses Malheur ist es wert, dass du sie brichst 😀 .

  3. Ich mag zwar Brot sehr gerne, aber bei diesem Malheur bleib ich lieber hier! Danke fürs Mitmachen beim Event.

  4. Namnamnam, da stibitz ich mir gleich eins! Schaut lecker und einfach aus!

    • Schokohimmel

      Na klaro, bedien‘ dich… 🙂 Ist wirklich ganz einfach (nur wegen der Backzeit muss man halt ein bisschen schauen) und geschmacklich der Oberhammer!

  5. Juuu, das ist ein absolutes Traumdessert!! Schokolade und Nougat, da kann auch ich nicht widerstehen und lass mich dafür ein wenig länger von „meinem“ Drillmaster Olli quälen. 😀 😀
    Ein wundervoller Schokotraum, bitte, bitte, denke das nächste Mal an mich wenn Du Nougat und Schoki mischst, okay? 😉

    Liebste Grüße
    Sarah

    • Schokohimmel

      Liebe Sarah, wer ist denn der ominöse Drillmaster? Sag nicht, du hast einen Personaltrainer?? 😀
      Ich denke an dich, versprochen. Für dich würde ich sogar ein reines Nougat-Malheur anrühren… oder ein Nussküchlein mit Nougat-Kern.

  6. Porno. Ich sage ja etwas Derartiges normalerweise nicht, aber sieh dir das bitte an, das kann man nur als Schokolanden-Porno bezeichnen, so lecker, der Wahnsinn – wahrlich zum Dahinschmelzen ;P
    Liebste Grüße von mir zu dir,
    Fräulein Laune

  7. Nougat♥♥♥
    Na klar, Schoko-Malheurs sind längst nicht so schlimm wie andere ; )

    Liebe Grüße
    Patricia

    • Schokohimmel

      Jaaaa, Nougat (und dann noch flüssig!) geht immer! 🙂 Und dann noch mit einem warmen Schoko-Teig drumherum… Schoko-Herz, was willst du mehr?
      Süße Grüße, Ju

  8. Hallo, zum dahin schmelzen lecker. Dieses Variante hab ich auch schon gemacht-einfach himmlisch! Lg Tina-Maria

    • Schokohimmel

      Liebe Tina-Maria, dieser Nougat-Kern im Schoko-Teig war wirklich himmlisch.
      Das „Schlimme“ ist, dass die Variationsmöglichkeiten ja wirklich riesig sind. Ich will unbedingt auch bald mal ein weißes Malheur machen. Und die flüssigen Kerne lassen sich ja auch gut beliebig austauschen… 2015 wird süß! 😉

  9. Du meine Güte, Ju!
    Da hast Du ja eine Verführung auf uns losgelassen! Aber ich hatte ja sowieso keine guten Vorsätze.
    Also, lassen wir`s uns schmecken
    Caro

    • Schokohimmel

      Gute Vorsätze sind auch überbewertet, oder? Man sollte es einfach weder in die eine noch in die andere Richtung übertreiben, dann ist so ein Schoko-Nougat-Malheur immer mal drin! Auf ein genussvolles 2015 für uns alle! 🙂

  10. BOAH schaut das lecker aus und ich wollte einen großen Bogen im neuen Jahr um all diesen Hammersüßkram machen, ich merk schon, das wird nix mit dem Vorsatz so lange du in meiner Blogroll verlinkt bist…. 😉
    Das mach ich auf jeden Fall nach dankeschöööön auch für den Buchtipp.
    Liebe Grüße von Tatjana
    PS du bleibst natürlich in der Blogroll drinnen gell

    • Schokohimmel

      „Hammersüßkram“ ist gut … darauf sollte man auch 2015 nicht verzichten! 😀
      Danke für deine lieben Worte!

  11. Muhhahahah ….
    DIE mit den guten Vorsätzen weg zum Vollkornbrot zu schicken ist ja der OBER-Brüller!!!
    So kannst du sagen: „ihr musste ja nicht gucken … ihr wusstet ja Bescheid!“

    SUPER …..

    Zauberhafte Grüße … Katja

    ach so …. das Malheur sieht ja mal so was von genial aus!!!

    • Schokohimmel

      🙂 Seien wir ehrlich: Ich ernähre mich auch nicht nur von Schoko-Nougat-Malheurs, sondern im „Alltag“ deutlich häufiger von Vollkornbrot 😀 . So ist allen geholfen!

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