Kaffee. Einfach richtig guter Kaffee.

Bei Kaffee ist es so: Man mag ihn – oder auch nicht. Bei mir ist es so: Ich mochte immer schon den Duft – habe Kaffee aber die ersten 23 Jahre meines Lebens als Getränk konsequent ignoriert. Vor ein paar Jahren hat sich das nun gründlich geändert. Warum, weiß ich gar nicht genau. Aber plötzlich schmeckt’s halt. Außerdem passt das heiße Gebräu natürlich auch vorzüglich zum wochenendlichen Kuchengenuss im Schokohimmel 🙂 . Die kleine French Press, den Porzellan-Handfilter und meine heißgeliebte Mokka-Herdkanne möchte ich jedenfalls nicht mehr missen. Und freue mich immer wieder darüber, dass es in Düsseldorf einige tolle kleine Röstereien gibt, die richtig guten Kaffee verkaufen.

Jetzt hatte ich das große Glück, eine Kaffeeschulung bei Tamas Fejer von der Kaffeeschmiede in Oberkassel zu gewinnen. Yeah! Wir hatten in kleiner Runde einen informativen und lustigen, geruchs- und geschmacksintensiven Abend ganz im Zeichen des Kaffees. Und haben viel gelernt: über die Anbauländer und die Geschichte des Kaffees, über Kaffee und Gesundheit (→ Kaffee ist mindestens ebenso gesund wie Schokolade 🙂 ), über den Weg des Kaffees von der Blüte/Verarbeitung bis in die Tasse, über diverse Zubereitungsarten und Kaffeespezialitäten.

Außerdem haben wir außergewöhnliche Sorten schlürfend verkostet (ja, auch den berühmten „Katzenkaffee“), uns am perfekten Milchschaum und „Latte Art“ versucht (ein hoher Eiweißgehalt ist wichtig) und natürlich Kaffee geröstet. Es ist faszinierend, wie die rohen Bohnen nach wenigen Minuten ihre Farbe ändern und zu duften anfangen: erst nach Heu, dann nach Getreide, nach Nuss, nach frischem Brot, schließlich unverwechselbar nach Kaffee…

Und am Ende stand fest: Das hier ist einfach richtig guter Kaffee und mit „Industriekaffee“ in keinster Weise vergleichbar. Er kann nussig, blumig, rauchig, würzig, schokoladig […] schmecken. Und ist ein hochkomplexes, hocharomatisches Genuss-Lebensmittel. Kaffeerösten ist Handwerkskunst!

Mit frisch geröstetem Espresso im Gepäck gingen alle Teilnehmer dann koffeinbeglückt nach Hause. Und ich frage mich einmal mehr, wie ich 23 Jahre lang ohne (einen solchen) Kaffee ausgekommen bin 😀 . Jetzt lasse ich aber Bilder sprechen. Übrigens: Echt schade, dass man Kaffeeduft nicht per Blog-Post transportieren kann 😉 . Kommt gut in den Tag! Vielleicht mit einem leckeren Kaffee?

Danke an das Team der Kaffeeschmiede für einen tollen Abend!

PS: Kaffeebegleitung gesucht? Probiert mal Schoko-Espresso-Fudge! Oder natürlich knusprige Cantuccini zum Eintunken

18 Antworten

  1. Es gibt Kaffeeschulungen?? Ahhh, zu mir! Danke für den Tipp, da wäre ich nie drauf gekommen. Ich liebe zwar Kaffee und kaufe auch ab und an neue Sorten, aber weiß total wenig über Herkunft, Sorten und Co. Den Katzenkaffee würde ich auch gern mal probieren, hihi. Wie schmeckt der denn?
    Liebe Grüße,
    Daniela

    • Und jetzt sehe ich im Kommentar unten, dass das auch noch in Oberkassel/Düsseldorf war :-0 :-0 :-0. Was für ein Glück! Ich muss meinem Mann wohl mal den Link schicken, ich hab ja bald Geburtstag 🙂

    • Oh ja, ich glaub, es gibt zu jedem beliebigen Thema Schulungen, und Kaffee ist ein ganz besonders schönes Thema! 🙂 Dann solltest du unbedingt sowas mal machen, man lernt echt viel und es macht Spaß!

      Und der Katzen-Kaffee… Also ich hätte den jetzt nicht als sooo besonders „erschmeckt“ und es gibt durchaus günstigeren Kaffee, der besser schmeckt! 😀

  2. Ach, ich hatte mich schon gefreut, als ich „Oberkassel“ las. Denn das liegt quasi vor meiner Haustür. Allerdings nicht das mit der Kaffeeschmiede, sondern Bonn-Oberkassel. War ja klar, dass es den feinen Kaffee in Düsseldorf gibt 😉 Da muss ich dann wohl auch mal hin.

    Von mir gibt es schließlich schon Babyfotos, wie ich, auf dem Schoß meiner Mutter sitzend, ausgesprochen (sehn)süchtig in ihre Kaffeetasse glotze …

    Sehr schöne stimmungsvolle Kaffeefotos hast du da übrigens gemacht. Ich gehe jetzt mal einen Espresso trinken …

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Jana

    • Hehe, keine Vorurteile über Düsseldorf bitte 😀 . In anderen Städten gibt es auch tolle Röstereien – in Bonn doch sicher auch 🙂 . Falls du eine findest, sag gern Bescheid.

      Und das Foto würde ich ja gern mal sehen! Als Baby hätte ich sicher nur wegen des Duftes geglotzt – auf den Geschmack bin ich jetzt erst richtig gekommen. Und so ein richtig guter Espresso ist eh das Nonplusultra!

      Dir auch ein schönes Wochenende!

  3. Vielen Dank für deinen Artikel. Erst gestern habe ich einen Porzellanfilter zum Handaufgiessen gekauft … aber bisher noch keine Zeit gefunden einen frisch aufgebrühten Kaffee zu machen. Ich habe auch so eine schöne kleine Rösterei in Untergiesing entdeckt (https://www.caffe-fausto.de) und liebe den Monaco Kaffee!!!
    Servus aus München
    Karen

    • Liebe Karen, jetzt am Wochenende wirst du bestimmt Zeit dafür finden! Ich wünsche dir ganz viel Genuss.
      Wenn ich anderen Gegenden unterwegs bin, schaue ich auch immer nach den örtlichen Röstereien. Es gibt so viele tolle Läden zu entdecken! Danke für den Link 🙂

  4. Liebe Ju, wie interessant! Ich bin eigentlich leidenschaftliche Teetrinkerin, aber morgens im Labor und am Wochenende zum Kuchen, da möchte ich nicht auf meine Kaffeeration verzichten. Wie gerne würde ich auch einmal die verschiedenen Sorten probieren. Es ist wahrscheinlich wie bei vielen Produkten, wie z.B. Olivenöl, Tee und Wein. Man kennt nur, was man von der Industrie vor die Nase gesetzt bekommt, aber nicht all die feinen Nuancen, die es zu entdecken gibt.
    Einziges Problem, wenn man sie entdecken durfte, ist, dass man etwas verwöhnt (im positiven Sinne) zurückbleibt. 😉
    Liebste Grüße Maren

    • Liebe Maren, morgens trinke ich auch immer viel Tee, da bin ich ganz bei dir.
      Aber im Laufe des Tages mache ich mir einen Becher richtig guten Kaffee (und meistens noch einen Mokka aus der Bialetti). Du siehst also: Ich trinke nicht viel, aber dafür dann eben auch den guten Kaffee 😉 . Ich bin quasi vom Total-Verweigerer direkt zum Nerd geworden und habe Zwischenstufen wie schlechten Mensa-Kaffee einfach ausgelassen 😀 . Und die Sache mit dem „verwöhnt“ stimmt… aber mir fällt es dann auch gar nicht schwer, woanders einfach gar keinen Kaffee zu trinken. Lieber Verzicht als Aufgewärmtes aus der Thermoskanne 😉 . Liebe Grüße!

  5. Da siehst mal, Dein Besuch bei mir hat mich auf Dein Artikel gelenkt. Ich hätte wohl Deine übereinstimmende Worte verpasst. (Viel Arbeit) Ich kann nur Zustimmen, was Du schreibst. Ich durfte viele Kurse belgen, bei denen es um Kaffee ging und ich kann nur sagen: wie recht Du hast mit Deinem Artikel. Kaffee? Echter, authentischer, ehrlicher, guter Kaffee ist der Kaviar unter den Getränken. Toller Artikel. Liebe Grüsse Roger

    • Danke Roger, du sagst es. „Industriekaffee“ hat nichts mit richtig gutem Kaffee zu tun… „Kaviar unter den Getränken“ gefällt mir gut! 🙂 Liebe Grüße!

  6. Ach, was für tolle Fotos … und die Rezepte erst! Dass ich auf Kaffee steh‘, brauche ich Dir ja nicht weiter zu erklären … warum hätte ich mir sonst die #kleinekaffeepause ausgedacht?! Vielen Dank übrigens nochmal für Dein „handgefiltertes“ Foto – so richtig per Hand aufgebrüht ist Kaffee einfach ein Hochgenuß! Aber Deine Kaffeezeit scheint ja auch ganz wunderbar gewesen zu sein …
    herzlichst soulsister (die bekennende Kaffeetante)

    • 🙂 Liebe Kaffeetante, jaaaaa, das habe ich schon mitgekriegt, dass du dem schwarzen Gold kaum abgeneigt bist 😀 . Deine Aktion ist auch wirklich cool!

      Der Handfilter ist mittlerweile meine liebste Methode (und soooo unkompliziert), die French Press benutze ich etwas seltener. Aber mein Bialetti-Mokka muss auch immer wieder sein…

      Dann mach‘ dir doch zum Wochenende mal ein bisschen Espresso-Schoko-Fudge und genieß´ die freie Zeit 🙂 Liebe Grüße!

  7. Mir geht es wie dir. Ich rieche den Kaffee total gern, aber trinken wollt ich ihn auch lange nicht.
    Mit 16 wurde mir als Praktikantin mal einer angeboten, da traute ich mich nicht nein sagen in der Runde mit den ganzen Erwachsenen und hatte keine Ahnung wie er mir schmeckt, also hab ich gesagt ich trinke ihn schwarz. Als ich dran genippt hab, hätte ich es am liebsten gleich wieder ausgespuckt, so ekelhaft fand ich das! 🙂
    Und konnte mir garnicht vorstellen, warum alle Erwachsenen so scharf auf Kaffee sind.
    Mittlerweile trink ich ihn gern, mit gaaanz viel Milch und Zucker, aber nicht so oft, weil ich immer befürchte ohne Kaffee nichts mehr zustande zu bekommen 😉
    In so einer Rösterei ist das sicher ein richtig schöner Genuss!
    Lg,
    Marli

    • Liebe Marli,
      da habe ich eine ganz ähnliche Geschichte erlebt wie du. Als Praktikantin war ich auf langen Außendienst-Fahrten mit, und der Kollege brauchte zwischendurch einen Kaffee. Ich habe brav genickt, obwohl ich dem Zeug überhaupt nichts abgewinnen konnte… und was soll ich sagen, die Tasse ist ziemlich voll in der Bäckerei stehengeblieben 😀 .

      Richtig guten Kaffee kannst du bedenkenlos schwarz trinken… der braucht weder Milch noch Zucker 😉 Schönes Wochenende!

  8. Wie wundervoll, liebe Ju! Ich liebe Kaffee mittlierweile auch und den Duft mocht ich, wie Du, schon immer. Allerdings glaube ich ja fest daran, dass es zumindest bei mir daran lag, dass ich als Kind immer daran glaubt, Kaffeetrinken ist den Erwachsenen vorbehalten und als es dann soweit war, brauchte ich erst einmal eine Weile mich von meinem Kakao oder Tee zu lösen. Jetzt mag ich ihn dafür umso mehr und aus einer kleinen Rösterei wie dieser wahrscheinlich schmeckt er wahrscheinlich noch viel viel besser. 😉
    Hab auch Du einen wundervollen Tag, yay, bald ist Wochenende. 😉

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Daaaaa ist es, das Wochenende!
      Dir auch schöne Tage, liebe Sarah – mit leckerem Kuchen und Kaffee (wie gut, dass wir jetzt „erwachsen“ sind… 😀 ) und anderen Köstlichkeiten!

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