Saftiger Zucchini-Nuss-Kuchen & ein zuckersüßer Blumengruß

Nach all der Schokolade (Eis! Cheesecake!) wird es heute mal wieder unschokoladig „gesund“. Aber keine Angst: Auch ohne meine Lieblingszutat ist dieser Kuchen sehr lecker und saftig. Drin sind Zucchini (die ich unter der Woche auch ständig als Abendessen-Zutat nutze) und Nüsse (die sich jeden Morgen in meinem Müsli befinden). Warum nicht also beides in einem Kuchen vereinen? Das Rezept habe ich bei Saskia rund um die Uhr gefunden. Ich habe nur die Nussmenge etwas erhöht und das Mehl entsprechend reduziert, weil ich gemahlene Nüsse im Teig einfach toll finde.

Und hey, ich habe mich mal an Fondant versucht, ich Deko-Königin 😀 . Dr. Oetker hat mir netterweise ein Probierpäckchen zur Verfügung gestellt. Herausgekommen ist eine kleine Blumendeko. Auch einfacher Rührkuchen kann mit Fondant also aufgepeppt werden (Talent vorausgesetzt), nicht nur Torten!

Zutaten für eine 26 cm-Kastenform*

300 g Zucchini // 100 g weiche Butter oder Margarine // 200 g Zucker (ich habe braunen und weißen gemischt) // 130 g gemahlene Haselnüsse (im Original: 100 g ) // 220 g Mehl (im Original: 250 g) // 3 Eier // 1 Päckchen Backpulver // 1 Päckchen Vanillezucker // 1 TL Zimt

Zubereitung

Zunächst die Kastenform einfetten. Die Zucchini (mit Schale) fein raspeln. Alle anderen Zutaten in eine Rührschüssel füllen und mit den Rührstäben des Handmixers kräftig vermengen.  Der Teig ist auch ohne zusätzliche Flüssigkeit wie Milch recht, ja, flüssig (gibt’s keine anderen Wörter für „Flüssigkeit“ und „flüssig“?). Schuld ist die Zucchini 😉 .

Also: Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und den Kuchen bei 180° (oder 160° Umluft) ca. 50-60 Minuten backen**. Mmmmhhh, das duftet köstlich! Stäbchenprobe machen. Vor dem Servieren könnt Ihr den Kuchen noch mit Puderzucker bestäuben oder wahlweise eine Schoko-/Kakaoglasur draufpinseln…

… der Kuchen schmeckt so oder so, er ist nämlich supersaftig und schmeckt toll nussig, zimtig und vanillig! Es ist ein richtig leckerer Nusskuchen. Denn die Zucchini sorgt nur für die fantastische Konsistenz und eine etwas „andere“ Farbe, hat aber mit dem Geschmack des Endprodukts wenig zu tun. Backempfehlung!

PS: Ihr wollt noch mehr Gesundes? Dann probiert im Herbst mal unbedingt den leckeren Kürbiskuchen! Falls Ihr lieber einfach einen grünen Kuchen wollt (kann ja sein… 😀 ), solltet Ihr den cremigen Avocado-Kuchen testen.

* Ich habe die Zutatenmenge für meinen Zweipersonenhaushalt mal wieder verringert und andere Formen verwendet, eine 14 cm-Kastenform und Muffinförmchen. Lasst Euch also von der Kuchengröße auf den Fotos nicht irritieren.

** Die 14 cm-Kastenform hatte ich ca. 30-35 Minuten lang im Ofen, die Muffins 20-25 Minuten. Hier helfen nur „Augen auf“ und die Stäbchenprobe!


So, jetzt zur Fondant-Deko:

Also erst mal: Was Kuchen-Deko angeht, bin ich ziemlich unbedarft 😀 . Puderzucker? Kakaoglasur? Ein einfaches Frischkäse-Topping? Ich bin dabei! Alles andere überlasse ich gern professionellen Hochzeitstorten-Modellierern – oder den Talentierten unter Euch Lesern. Aber als ein Probierpäckchen Dekor Fondant im Schokohimmel-Briefkasten lag, war mein Ehrgeiz geweckt. Fondant ist übrigens eine formbare und geschmeidige Zuckermasse, die sich zum Ausrollen, Ausstechen und Modellieren eignet. Ihr kennt es am ehesten von aufwändigen Torten (und die gibt’s im Schokohimmel nun mal nicht… ich bin eher so der Rührkuchen-Typ 😀 ).

Der Dekor Fondant ist sofort gebrauchsfertig: Knetet die Masse einmal in der Packung durch, legt den Fondant dann zwischen einen aufgeschnitten Gefrierbeutel und rollt ihn mit dem Nudelholz aus. Nun könnt Ihr daraus ausstechen und formen, was Euch in den Sinn kommt. Ich hatte in der aktuellen „Lecker Bakery“-Ausgabe diese kleinen Blümchen gesehen und mich daran versucht.

Also: Für die „Blumenstiele“ einfach Holzspieße ( = Zahnstocher) mit grünem Fondant ummanteln. Für die „Blumenköpfe“ weißen Fondant zu langen dünnen Rollen formen, diese flach drücken, aufrollen und aufspießen. Für die „Blätter“ grünen Fondant zu kleinen Tropfen formen, diese leicht flach drücken, in der Mitte eine „Blattrippe“ mit einem Messer eindrücken und das Ganze am unteren Rand dann leicht hochbiegen.  Alles zusammenstecken, ca. 3 Stunden bei Zimmertemperatur trocknen lassen und dann den Kuchen damit „verschönern“. Ist doch ganz süß, im wahrsten Sinne des Wortes 😉 .

Das Zuckerzeug hat sich auf jeden gut verarbeiten lassen. Dass es hier vielleicht mehr nach Kindergarten als nach Tortenkunst aussieht, geht auf meine Kappe. Ihr wisst ja, ich bin beim Kuchen-Aufpimpen nicht der Maßstab! 😀

Fazit: Fondant ist für Hochzeitstorten ein Muss, für Kuchen und Muffins eine nette Spielerei – für Leute, die Spaß am Dekorieren haben. Ich bleibe eher bei Schokoglasur, Frischkäse-Topping & Co. Vielen Dank an Dr. Oetker, dass ich mich mal ein bisschen austoben konnte!

Schieß' los! :-)