Volle Mohndröhnung in Brotform

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Mohn ist eine Zutat, die man entweder liebt oder hasst. Die einen würden alles für einen Mohn-Streuselkuchen geben, die anderen schütteln sich schon beim Gedanken daran. Ich persönlich liebe Mohn, vor allem in süßen Sachen. Mohn macht ja bekanntlich high glücklich. Schaut mal nach dem englischen Mohnkuchen oder den Mohn-Cookies mit weißer Schokolade… mmmhhh! Aber ich schweife ab, denn: Auch im Schokohimmel ernährt man sich nicht nur von Süßkram, sondern isst im Alltag gern auch Brot. Und weil ich eben Mohn so gern mag, habe ich mich diesmal für die volle Mohndröhnung in einem Brot entschieden. Das Rezept stammt von eatsmarter. Man muss schon ein bisschen zeitlichen Aufwand einplanen, aber in den Teig-Ruhephasen kann man ja gut etwas anderes machen (Kuchen essen oder so) 🙂 .

Zutaten für 1 Mohnbrot (30-cm-Kastenform)

300 g Roggen-Vollkornmehl // 150 g Weizen-Vollkornmehl // 1 Würfel frische Hefe (42 g) // 1 Prise Zucker // 400 ml lauwarmes Wasser // 150 g flüssiger Sauerteig // 2 EL grobes Brotgewürz (hatte ich nicht, ich habe Kümmel genommen) // 200 g Mohn (ich habe Dampfmohn benutzt, der ist sehr aromatisch) // 1 TL Salz

Zubereitung

Die beiden Mehlsorten in einer großen Schüssel mischen und in die Mitte eine Mulde hinein drücken. Die zerbröckelte Hefe in die Mulde geben und mit ein wenig Zucker bestreuen. So hat die Hefe „Nahrung“ und kann schon mal arbeiten. Circa 100 ml von dem lauwarmen Wasser dazugießen und mit etwas Mehl vom Rand zu einem breiartigen Vorteig verrühren. Das Ganze zugedeckt an einem warmen Ort ca. 15 Minuten gehen lassen. Ihr könnt die Schüssel zum Beispiel mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und dann auf die sonnige Fensterbank oder in den leicht vorgewärmten Backofen stellen.

Den Vorteig nun mit dem restlichen Mehl vermischen und das übrige lauwarme Wasser (300 ml) sowie den Sauerteig, den Kümmel [bzw. das Brotgewürz], den Mohn und das Salz zugeben. Alles in der Schüssel verkneten. Anschließend den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche oder einer Silikon-Backmatte mit den Händen (jaaa, Handarbeit!) ca. 5-10 Minuten kräftig durchkneten, bis der Teig glatt und elastisch ist. Bei mir war der Teig am Anfang recht weich und „flüssig“, ist dann aber beim Kneten tatsächlich glatter geworden. Den Teig dann wieder in die Schüssel geben und zugedeckt ca. 1 Stunde an einem muckeligen Ort gehen lassen, bis sich sein ungefähr Volumen verdoppelt hat.

Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig auf der Arbeitsfläche nochmals gut durchkneten und dann in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben. Die Oberfläche mit Wasser bepinseln und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Nochmals so lange gehen lassen, bis die Oberfläche Risse bekommt. Das dauert rund 15 Minuten. Im vorgeheizten Backofen wird das Brot dann ca. 1 Stunde lang gebacken. Stellt eine ofenfeste Schale oder Tasse mit Wasser dazu. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

So, und nun: ran an den Laib! Ich finde das Brot sehr saftig und locker, hätte es aber kräftiger erwartet, schließlich ist ja eine Menge Roggenmehl und Sauerteig drin. Dafür ist es relativ mild und schmeckt zum Beispiel fantastisch mit einem würzigen Käse. Ich nehme es auf jeden Fall in meine Brot-Datenbank auf. Aber: Geschmacklich ist das „schnelle Brot“ nicht soooo viel anders. Wer also wenig Zeit hat, ist damit besser beraten. Lasst es Euch schmecken und habt eine gute Woche!

PS: Am kommenden Wochenende habe ich einen super-cremigen Rührkuchen für Euch: einfach, aber mit dem ganz gewissen Etwas. Ihr könnt Euch schon mal freuen! 🙂

Schieß' los! :-)