Österlicher Hefezopf

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Ostern = Ostereier = Schoko-Ostereier und = Hefegebäck. Herausforderung! Denn: Mit Hefe habe ich zwar schon öfter mal Brot gebacken, aber noch nie (!) etwas Süßes. An diesem Ostermontag fand dann also die Premiere statt: Ich habe einen Hefezopf gebacken und lasse Euch gern an dem Experiment teilhaben ;-). Eigentlich hatte ich zuerst ein anderes Rezept rausgesucht, das dann im letzten Moment aber doch verworfen (es gab Verwirrung um die Eieranzahl im Teig). Bei Frag Mutti habe ich aber schnell noch eine Alternative gefunden. Der Teig wird im Kochtopf zubereitet, was ich ziemlich praktisch fand.

Vorweg: Ich habe das Rezept halbiert und außerdem noch den Abrieb von einer Bio-Zitrone und das ausgekratzte Mark einer Vanilleschote hinzugefügt. Außerdem habe ich das Ganze am Ende mit gehackten Mandeln bestreut. Hier kommt jetzt das Original-Rezept. Ich warne Euch aber: Mit der Hälfte des Teiges ist schon ein sehr großer Hefezopf herausgekommen, von dem auf jeden Fall 3-4 Personen lecker essen können. Wenn Ihr die ganze Menge macht, braucht Ihr bestimmt zwei Bleche für zwei Zöpfe (und vor allem braucht Ihr einen großen Kochtopf für die Zubereitung, da der Teig im Topf gehen muss und sich sein Volumen währenddessen ungefähr verdoppeln wird).

Zutaten

250 ml Milch // 160 g Zucker // 160 g Butter // 1 Würfel frische Hefe // 3 Eier // 1 gestrichener TL Salz // 1 kg Mehl // zur Zierde: Was Ihr mögt, z.B. gehackte Mandeln

Zubereitung

In einem großen Kochtopf Milch, Zucker (ich habe braunen und weißen gemischt) und Butter leicht erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Anschließend die Hefe hinzugeben und darin auflösen. Achtung, die Butter-Milch-Zucker-Mischung darf nicht zu heiß, sondern sollte eher lauwarm sein. Sonst passiert irgendetwas Zerstörerisches mit der Hefe, und das wollen wir ja nicht ;-). Jetzt die gequirlten Eier und das Salz dazugeben. Da ich das Rezept halbiert habe, habe ich zwei Eier verquirlt und davon nicht alles in den Topf getan, sondern ein bisschen Ei zum Bestreichen des Zopfes übriggelassen. Nun kommt noch das Mehl hinzu. Ich habe es zunächst mit den Knethaken des Mixers eingearbeitet und dann noch ein bisschen von Hand weitergeknetet. Am Ende solltet Ihr einen glatten, geschmeidigen Teig haben. Der muss nun an einem warmen Ort eine Stunde lang gehen. Ich habe den Kochtopf also mit einem sauberen Küchenhandtuch abgedeckt und in den Backofen gestellt. Der hatte noch Restwärme vom schnellen Brot ;-).

Nach den 60 Minuten sollte die Teigkugel ihr Volumen ungefähr verdoppelt haben. Jetzt geht’s an Flechtwerk: Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech in drei gleich große Stücke teilen, Rollen daraus machen und miteinander zu einem mehr oder weniger hübschen Zopf flechten (ich hatte ein ziemliches dickes und ein ziemlich dünnes Ende… hups 🙂 ). Den Zopf mit dem restlichen Ei, Eigelb oder Milch bestreichen und je nach Geschmack noch verzieren, z.B. mit gehackten/gehobelten Mandeln oder Hagelzuckerkörnchen.

Jetzt ist das Hefegebäck ofenfertig: Bei 170° (Umluft) wird der Zopf ca. 30 Minuten lang gebacken. Durch die „Ei-Glasur“ bräunt er recht schnell. Mmhhh, wie das duftet! Besonders die geriebene Zitronenschale gibt ein tolles Aroma ab. Und bei mir wurden Kindheitserinnerungen wach: Als kleines Mädchen habe ich jede Woche einen sogenannten „Butterknoten“ aus einer Vohwinkeler Bäckerei bekommen, der hat genauso gerochen :-). Und der Geschmack? Ich würde sagen: Das Experiment Hefezopf ist gelungen. Er wurde noch lauwarm angeschnitten und verputzt. Pur (als Kuchenersatz) ist er nicht ganz so süß, richtige Süßschnäbel essen ihn mit Honig oder Marmelade. Oder einfach nur mit Butter. In jedem Fall ist der Hefezopf schön fluffig und ja… einfach lecker eben :-). Und mit diesem Rezept mache ich doch glatt beim Küchenplausch-Osterevent mit :-).

Schieß' los! :-)