Ein kleiner Ostergruß

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Ostern steht vor der Tür! Das bedeutet nicht nur, Eier in Schokoladenform zu verdrücken, sondern auch „echte“ Eier auf den Frühstücktisch zu bringen. Und weil es schön bunt sein sollte, machte ich mich ans obligatorische Färben von vielen (großen!) Ostereiern. Nein, dafür habe ich keinen Rote-Beete-Sud selber gekocht oder die Eier in schwarzen Tee, Spinatwasser oder sonstige Bio-Wässerchen getaucht :-D. Ich bin nur in die nächste Drogerie gelaufen und habe ganz profane Ostereierfarben gekauft. Man glaubt nicht, wie groß die Auswahl ist: mit Stempel, mit Glitzer, mit Marmoreffekt, mit Glanz… aaaahhh, leichte Überforderung! 😉 Ich habe mich dann für die Variante „Zauberstift“ entschieden. Das Prinzip ist wie beim „Tintenkiller“ aus der Schulzeit (als man noch gezwungen wurde, mit Füller statt mit Kuli zu schreiben ;-)): Erst werden die Eier gefärbt und im Anschluss „killt“ man wieder ein bisschen Farbe, indem man mit dem ominösen „Zauberstift“ entsprechende Motive oder Sprüche auf die Eier malt/schreibt. Die Flächen werden dann wieder weiß bzw. braun, je nach Grundfarbe der Eier.

Aber erst mal muss gefärbt werden, und mit dieser Methode ist mir kein einziges Ei geplatzt (juhu!): Die Eier (am besten nicht direkt aus dem Kühlschrank und nicht anstechen!) in einen Topf legen, mit Wasser bedecken und auf dem Herd zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, die Eier je nach Größe 8-10 Minuten lang leise sprudelnd hart kochen. Da ich wirklich riesige Eier genommen habe, habe ich sie zehn Minuten im Wasser gelassen. Und mit riesige Eier meine ich, dass eins sogar so groß war, dass es zwei (!) Dotter hatte (und ich habe es bekommen!). Da war die Freude am Frühstückstisch groß :-D.

Während die Eier im Topf vor sich hin brubbeln, kann man schnell die Eierfarben vorbereitet. Die sind in diesem Fall flüssig (sonst gibt’s ja manchmal auch Färbetabletten), deshalb gießt man sie in Plastikbecher und kippt 250 ml kaltes Wasser dazu. Da meine Becher etwas kleiner waren, hab ich weniger Wasser genommen. Schließlich mussten die Riesen-Eier ja auch noch Platz haben :-P. Zwei Esslöffel Essig müssen mit in den Becher, sonst funktioniert das Färben nicht. Aber keine Sorge, die Anleitung liegt in der Färbepackung dabei :-D. Nach dem Kochen habe ich die noch warmen (nicht abgeschreckten) Eier in die Farbe gelegt und jedes Ei dann 5-6 Minuten darin baden lassen. Mit dem Löffel rausholen und auf Küchenpapier trocknen lassen. Vorsicht vor Fingerabdrücken! Und? Die Farben sind jedenfalls schön intensiv geworden. Eigentlich sollten es laut Packungshinweis ja sechs verschiedene Farben werden, aber Orange gab es irgendwie zwei Mal (statt Hellrot? Es bleibt ein ungelöstes Rätsel der Menschheitsgeschichte). Eigentlich könnte man an dieser Stelle jetzt aufhören, aber da gibt’s ja noch den „Zauberstift“…

Mit dem Stift schreibt/malt auf dem Ei herum, bis sich die Farbe an der gewünschten Stelle wieder löst. Zwischendurch sollte man den Stift mal an einem Küchentuch abtupfen und von der Farbe befreien. Und über die Eier sollte man auch mal drüberwischen und die abgelöste Farbe wegnehmen. Naja, bei den ersten Eiern hat das noch ganz gut geklappt – aber irgendwann war der tolle Zauberstift dann doch recht ausgefranst und trotz Abtupfens voll mit Farbe, so dass sich die Farbe auf den letzten Eiern (ich habe 15 Stück gemacht) nicht mehr so gut wegrubbeln ließ. Außerdem sind mir beim Bemalen zwei Eier in den Händen zerbrochen, weil ich den Stift zu fest aufgedrückt habe 🙁 (und dabei war ich so stolz, dass beim Kochen selber nichts geplatzt ist…). Der Effekt ist hübsch, aber ganz überzeugt hat mich das Prinzip nicht. Dann mache ich nächstes Jahr eben doch Glitzer… oder Stempel… oder den Marmoreffekt :-D. Schöne Ostertage!

PS: Die Eier selber sind super geworden. Kein grauer Rand ums Eigelb, sondern ein perfekter, hartgekochter Dotter. Und jetzt mach ich mich auf die Suche nach mehr Eiern mit gleich zwei Dottern auf einmal. Dieses Phänomen hat mich spontan begeistert :-D.

Schieß' los! :-)