Pralinen satt

Eingetragen bei: Back- und Kochkurse, Schokolade | 4

Eigentlich bin ich gar nicht so der Pralinen-Typ, sondern mag Schokolade am liebsten pur. Aber man sollte seinen Horizont ja immer erweitern :-). Plan also: Einen Pralinen-Kurs an der Volkshochschule Düsseldorf besuchen. Es war dann weniger ein Kurs, sondern mehr ein Pralinen-Abend. Aus Mangel an Zeit stellten wir mit der lustigen Truppe (nur Frauen – und der männliche Chocolatier :-D…) nämlich leider nicht die Hohlkörper selber her, sondern „nur“ die Pralinenfüllungen. Davon dann aber gleich vier verschiedene: Kaffee (ein bisschen zu alkohollastig), dunkle Schoko-Himbeer (sehr lecker), Eierlikör (brrrrrr, nicht meins!) und Nuss (absolut Schokohimmel-tauglich).

Die Pralinen-Hohlkörper brachte der Chocolatier also fix und fertig mit. Weil Ostern vor der Tür steht, waren es dann – außer bei den runden Kaffee-Pralinen – passenderweise hohle Eier aus dunkler und weißer Schokolade bzw. als Vollmilch-Variante mit Einspritz-Loch. Wir verwendeten für die Füllungen viel Butter und Sahne, Kuvertüre und Nüsse, Zuckerwasser und Sirup, Kokosraspel und Alkohol, Himbeerpulver und Kakaoschalen… und und und. Hört sich nach einem wunderbaren „Durch-den-Abend-naschen“ an? War es auch! 🙂 Faszinierenderweise nutzte der Kursleiter keine Küchenwaage, sondern portionierte alle Zutaten nach Gefühl.

Nachdem wir die jeweiligen Zutaten für die Füllungen auf dem Herd aufgekocht und gut verrührt hatten, füllten wir sie mit Spritzbeuteln in die Öffnungen der Hohlkörper. Was soll ich sagen: Das war eine großartige Schoko-Schmiererei. Aus allen Ecken hörte man nur leises Gefluche und Sätze à la „Irgendwie bin ich talentfrei!“ Es ging so einiges daneben, aber die nicht ganz sooo hübschen Pralinen haben wir dann eben schnell gegessen :-D.

Die gefüllten Hohlkörper haben wir im Kühlschrank kurz „anziehen“ lassen, dann wurden die Löcher mit Kuvertüre verschlossen. Die Nuss-Pralinen haben am Ende noch Haselnuss-Topping bekommen, die dunklen Himbeer-Pralinen bekamen eine Ladung „Feenstaub“ ab. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Zucker und Himbeerpulver. Der Rest ist schnell erzählt: Zwölf schoko-beglückte Frauen und ein rosafarbenes Pulver in einem Raum, da war der Name schnell geboren…

Fazit: Es war ein sehr lustiger und lehrreicher Abend! Pralinen machen kann ich jetzt zwar nicht :-P, aber ich habe eine Ahnung von den Füllungen bekommen. Und was nicht ist, kann ja noch werden. Die Pralinendose ist jetzt jedenfalls voll mit den kleinen Köstlichkeiten (nur auf die Eierlikör-Variante habe ich dankend verzichtet), die geduldig auf ihre Bestimmung warten. Denn auch wenn es sich so anhört: Wir haben nicht schon während des Herstellungsprozesses alles vernascht, es ist noch etwas zum Einpacken übrig geblieben! 😀 Da alle Füllungen ohne Konservierungsstoffe oder sonstige Zusätze gemacht sind, sind die Süßigkeiten nicht so lange haltbar. Aber gut, das stört ja nun keinen… 😉

Schieß' los! :-)